"Endlich JA zu Drogenkonsumräumen in Nürnberg!"

Die heute (18.07.17) veröffentlichten Erkenntnisse einer Befragung durch die mudra Drogenhilfe sprechen eindeutig für die Etablierung von Drogenkonsumräumen in Nürnberg. Angelika Weikert setzt sich seit Jahren für dieses Thema ein und fordert erneut das Ende der Verweigerungshaltung der Staatsregierung für die Schaffung eines Drogenkonsumraums in Nürnberg.

  • von  A. Weikert
    18.07.2017
  • Beiträge, Featured, Presse

Die Nürnberger Landtagsabgeordnete Angelika Weikert fordert die Staatsregierung anlässlich der jüngsten Befragung der mudra Drogenhilfe nachdrücklich auf, die modellhafte Eröffnung eines Drogenkonsumraumes in Nürnberg zuzulassen.

 „Die Staatsregierung darf nicht aus ideologischen Gründen als einzige die Faktenlage ignorieren und Menschenleben aufs Spiel setzen. Jetzt muss Schluss sein mit der Verweigerungshaltung! Drogenkonsumräume verleiten weder zum Erstkonsum noch zu einem riskanteren Konsumverhalten. Diese Argumente wurden eindeutig widerlegt. Im Gegenteil: sie reduzieren den Drogenkonsum im öffentlichen Raum und, was das wichtigste ist, sie retten Leben!“, so der Appell der Sozialpolitikerin.

 Bayernweit starben im vergangenen Jahr über 320 Menschen an den Folgen von Drogen, die meisten durch Überdosierung. In Nürnberg lag die Zahl der Drogentoten in den vergangenen Jahren zwischen 25 und 30 Personen pro Jahr.

 Weikert und die SPD-Landtagsfraktion hatten die Staatsregierung daher bereits mehrfach aufgefordert, ein „Modellprojekt Drogenkonsumraum“ in Nürnberg zuzulassen. Neben Fachleuten und Kommunen hatte sich 2016 auch der bayerische Bezirketag eindeutig für Drogenkonsumräume ausgesprochen.

„Durch die aktuelle Befragung hat das Versteckspiel hinter Scheinargumenten ein Ende: wer den Suchtkranken jetzt noch diese Hilfe verweigert, der muss auch bereit sein, sich den Fragen ihrer Angehörigen zu stellen. Und er muss sich den Fragen der Eltern stellen, deren Kinder auf der Toilette eines Schnellrestaurants eine Leiche finden oder im Park mit Spritzen spielen“, stellt die Sozialdemokratin klar.

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