SPD-Gesetz gegen Kinderarbeit bei Grabsteinen wirkt

Knapp die Hälfte Bayerns verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit - SPD-Sozialpolitikerin Angelika Weikert: Jetzt muss die andere Hälfte überzeugt werden

  • von  A. Weikert
    28.03.2018
  • Beiträge, Featured, Arbeit und Soziales

Knapp 600 Kommunen in Bayern verbieten Grabsteine aus Kinderarbeit auf ihren Friedhöfen. Ein voller Erfolg für die SPD-Landtagsfraktion, welche das Gesetz, das dies den Kommunen ermöglicht, 2016 gegen jahrelangen Widerstand der CSU durchsetzen konnte.

Eine parlamentarische Anfrage (PDF, 114 kB) der SPD-Sozialpolitikerin Angelika Weikert ergab, dass in etwa der Hälfte aller bayerischen Städte und Gemeinden ein solches Verbot inzwischen eingeführt wurde oder geplant ist. „Die andere Hälfte muss nun bald folgen. Die Staatsregierung muss die Verantwortlichen überzeugen, dass man gegen Kinderarbeit ankämpfen muss.“

Die SPD-Landtagsfraktion hatte im Schulterschluss mit Kommunen, Kirchen und Menschenrechtsorganisationen über mehrere Jahre hinweg mit einer ganzen Reihe von Initiativen, Appellen und Gutachten auf die Staatsregierung eingewirkt. „Unser hartnäckiger Einsatz hat sich ausgezahlt. Das Gesetz wirkt und ist offenbar auch unter den Herstellern akzeptiert. Es hat bisher keinerlei Klagen oder Einwände dagegen gibt“, stellt Weikert fest „Das ist ein Ansporn, sich für eine weitere flächendeckende Umsetzung stark zu machen und zu prüfen, in welchen anderen Bereichen es mehr Einsatz gegen Kinderarbeit braucht.“

Material:

Anfrage zur Kinderarbeit (PDF, 114 kB)

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