Weikert zur „Bayerischen Klimawoche“: Schutz des Reichswaldes ist Klimapolitik!

Um das Bewusstsein der Bevölkerung zu steigern, hat Umweltminister Dr. Marcel Huber zum zehnten Mal zu Aktionen im Rahmen der „Bayerischen Klimawoche“ aufgerufen. Weikert beteiligt sich mit einem geführten Spaziergang durch den Nürnberger Reichswald.

  • von  A. Weikert
    13.09.2018
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Um das Bewusstsein der Bevölkerung zu steigern hat Umweltminister Dr. Marcel Huber zum zehnten Mal zu Aktionen im Rahmen der „Bayerischen Klimawoche“ aufgerufen. Möglichst viele Menschen sollen dafür gewonnen werden, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen.

Für die Nürnberger Landtagsabgeordnete Angelika Weikert war klar, dass es keinen geeigneteren Ort dafür gibt als den Nürnberger Reichswald. Bei einer über zweistündigen Führung ließ sich Weikert, in Begleitung der Kandidatin für den Stimmkreis Nürnberg-Ost Kerstin Gardill und interessierter Bürgerinnen und Bürger, von Heiko Stölzner, dem stellvertretenden Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg die immense Bedeutung des Reichswaldes für das Klima in der Stadt erläutern.

Die Weikert fordert den Schutz des Nürnberger Reichswaldes über alle politischen Ebenen hinweg als verantwortungsvolle Aufgabe wahrzunehmen. Denn viele umweltpolitische Forderungen der SPD können hier konkret angegangen werden. Sei es die Einschränkung des Flächenverbrauchs, das Stoppen und Umkehren des Insektensterbens oder die Reinhaltung von Luft und Gewässern.

Der aktuelle Hitzesommer dürfte vielen klar gemacht haben, dass der Klimawandel kein Schreckensszenario für die ferne Zukunft ist – die ersten Auswirkungen sind bereits heute sichtbar.

Als größter unmittelbar an eine Großstadt angrenzender Wald Deutschlands liefert der Nürnberger Reichswald Sauerstoff, kühlt die Luft ab, ist ein wichtiger Wasserspeicher und filtert Ruß und Staub aus der Atmosphäre. Und natürlich ist der Reichswald ein beliebtes Naherholungsgebiet „vor der Haustür“ für die Nürnbergerinnen und Nürnberger.

Die große Waldfläche weckt natürlich im Hinblick auf das begrenzte Flächenangebot in den umliegenden Gemeinden Begehrlichkeiten, sei es für den Wohnungsbau, die Ausweisung von Gewerbegebieten oder den Ausbau von Verkehrswegen. Aufgabe der Politik ist es, mit diesen Begehrlichkeiten verantwortungsvoll umzugehen.

Der Klimawandel ist wissenschaftlich vielfach bewiesen und macht sich auch im Reichswald bemerkbar. Einerseits treten neue Schädlinge auf, andererseits steigt der Arbeitsaufwand und auch der Rhythmus bei der Bewirtschaftung des Waldes muss entsprechend angepasst werden.

Diese Bewirtschaftung ist dringend notwendig, um den Reichswald zu erhalten und in Zeiten des Klimawandels „fit“ für die Zukunft zu machen. Herr Stölzner als Förster mit Leib und Seele nimmt diesen Aspekt seiner Arbeit sehr ernst. Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und wird in Bezug auf den Nürnberger Reichswald traditionell sehr ernst genommen, nicht zuletzt weil es sich um den ältesten von Menschen künstlich angelegten Wald der Welt handelt.

Durch die wirtschaftliche Nutzung des Reichswaldes werden Maßnahmen für die anderen Funktionen des Waldes refinanziert (z. B. Naturschutzmaßnahmen).

Eine weitere, wenn auch deutlich kleinere, Einnahmequelle des Forstbetriebs Nürnberg ist der Verkauf von Wildbret aus dem Reichswald. Nähere Informationen finden Sie unter: www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/nuernberg.html

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